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Menschen



Bevölkerung

Die ersten im Gebiet des heutigen Venezuela beheimateten Menschen waren mehrere Naturvölker, darunter die Caraca, Arawak und Cumanagato. Mestizen machen heute zwei Drittel der Landesbevölkerung aus. Ein Fünftel, das vorwiegend in Küstengebieten lebt, ist entweder europäischer (vorwiegend italienischer oder spanischer) Herkunft oder hat schwarzafrikanische Vorfahren. Über 90 Prozent der Gesamtbevölkerung leben in städtischen Gebieten. Caracas ist die größte Stadt des Landes.

Sprache

In Venezuela ist Spanisch Amtssprache. Englisch wird in der Schule als Fremdsprache gelehrt. Aufgrund eines beträchtlichen portugiesischen Einflusses hört man, insbesonders in Caracas, oft Portugiesisch. Die Indianer sprechen mehrere eigene Sprachen.

Religion

Die Verfassung garantiert Religionsfreiheit. Die Mehrheit der Bevölkerung gehört der römisch-katholischen Kirche an, wobei die Zahl der Protestanten und Anhänger anderer Ausprägungen des Christentums steigt.

Familienstruktur

In den venezolanischen Familien ist der Vater das Familienoberhaupt, während der Mutter die Verantwortung für die Kindererziehung und den Haushalt zukommt. Die Zahl der berufstätigen Frauen steigt jedoch, am deutlichsten in Caracas. Unverheiratete Frauen sowie Frauen, die in eheähnlichen Lebensgemeinschaften leben, bringen über die Hälfte aller in Venezuela geborenen Kinder zur Welt.

Essen und Trinken

Ein Großteil des venezolanischen Speiseplans besteht aus warmen Gerichten, wie Schmorgerichten, Fleischpasteten, Cerveza Polar Eintöpfen und Nudelgerichten. Reis wird allgemein viel gegessen, und aus Mais werden zahlreiche Gerichte zubereitet, wie z. B. der Arepa, ein Fladen den man mit all denkbaren Speisen füllen kann, und die Empanadas, mit Käse, Fleisch oder Fisch gefüllte Pasteten. Punta-trasera ist ein Steakgericht, und Pabellón criollo wird aus schwarzen Bohnen, Reis, geschnetzeltem, Fleisch und Kochbananen zubereitet. Fleisch wird auch sehr viel gegessen, wobei es als Beilage meistens Yuca in verschiedenen Formen gibt (Fritierte Yuca schmeckt ähnlich wie Pommes-Frites). Dazu kommen scharfe Sossen. In den meisten Städten bieten Märkte eine große Auswahl an tropischen Früchten und frischem Gemüse zum Verkauf an. In Venezuela trinkt man gern Kaffee. Getrunken werden auch Fruchtsäfte, das Nationalbier Polar, Softtrinks und Rum.

Umgangsformen

Die allgemein übliche Form der Begrüßung in Venezuela ist ein Händedruck. Unter guten Freunden und Verwandten grüßen Männer mit einem Abrazo (eine richtige Umarmung, während der man dem anderen auf den Rücken klopft), und Frauen fügen ihrem Abrazo noch einen Kuss auf die Wange des anderen hinzu. Man begrüßt sich mit den Worten ¡Buenos días! ("Guten Tag"), ¡Buenas tardes! ("Guten Tag" in der Nachmittagszeit) und ¡Buenas noches! ("Guten Abend" oder "Gute Nacht"). Junge Leute verwenden meist das lässigere ¡Hola! ("Hallo"). Nach der Begrüßung erkundigt man sich oftmals nach der Gesundheit des Gegenübers. Wenn Venezolaner in einem Gespräch beisammenstehen, halten sie nur geringen persönlichen Abstand und schauen dabei immer in die Augen des anderen. Daher könnte es als Beleidigung aufgefasst werden, wenn man zurücktritt oder den Blick auf etwas anderes richtet.
Als Zeichen der Gastfreundschaft und um eine Freundschaft zu vertiefen, wird Gästen in Privathaushalten, Geschäften oder Büros meist ein Cafecito, ein schwarzer, starker Kaffee in einer sehr kleinen Tasse, angeboten. Einer geschäftlichen Besprechung geht stets ein allgemein gehaltenes Gespräch voran. Venezolaner laden allgemein nur gute Freunde zu sich nach Hause ein, während geschäftliche Kontakte und andere Beziehungen durch Einladungen ins Restaurant gepflegt werden. Gastgeber erwarten von den Gästen keine Geschenke. Sie werden aber als eine Geste der Freundschaft hoch geschätzt.

Freizeit

Der beliebteste Zuschauersport des Landes ist Baseball. Pferderennen, Stierkämpfe und Fußball erfreuen sich ebenfalls großer Beliebtheit. Daneben sind Angeln, Jagen, Schwimmen und Tennis weitere geschätzte Freizeitbeschäftigungen. Private Freizeitclubs erheben hohe Mitgliedsgebühren und bleiben im Allgemeinen nur den Wohlhabenden vorbehalten. In ländlichen Gegenden bilden die örtlichen Feste einen wichtigen Aspekt der Freizeitgestaltung. Am liebsten verbringen aber die Venezolaner ihre Freizeit an der Playa (der Strand).

Feiertage

Die gesetzlichen Feiertage Venezuelas sind Neujahr (1. Januar): Das Neujahrsfest wird mit Raketen und glänzenden Feiern begangen. Carnaval (zwei Tage vor Aschermittwoch), Aschermittwoch: Der Karneval in Venezuela wird aufnärrische Weise gefeiert. Brauchtum und Prunkt können sich aber nicht messen mit denen in Brasilien und Trinidad. Ostern (mit Gründonnerstag und Karfreitag): Gennant die Semana Santa (Karwoche) ist im ganzen Land ein Ereignis der fast totalen Urlaubsruhe. Viele Geschäfte sind in der Semana Santa zu, die grossen Städte sind wie ausgestorben. Viele Menschen verbringen die Semana Santa am Strand.
Der Tag der Unabhängigkeitserklärung (19. April), der 1. Mai, die Schlacht bei Carabobo (24. Juni), der Unabhängigkeitstag (5. Juli), der Geburtstag Simón Bolívars (24. Juli), der Tag der öffentlichen Angestellten (erster Montag im September), der Tag des Kolumbus (12. Oktober) Heiligabend, der 1. Weihnachtsfeiertag (25. Dezember): Weihnachten wird in Venezuela lange vorbereite. Weihnachtsbäume aus Plastik werden mit grellen Kugeln, Lammetten und elektrischen Kerzen geschmückt. Die Geschenke werden schon vor Heiligabend unter den Weihnachtsbaum gelegt.

An jedem Feiertag werden die Statuen des venezolanischen Nationalheldens Simón Bolívar mit farbenfrohen Kränzen geschmückt.
Fest am Fronleichnam In einigen Orten wird der Fronleichnam intensiv gefeiert. Das ganze Dorf tanzt als Teufel verkeidet in roten Gewändern und bunten gehörnten Tiermasken vor der Kirche des Dorfes, bevor im Innern der Kirche die Fronleichnamsmesse statt findet.

An Kinderfesten werden meistens Piñatas (sprich Piniatas) aufgehängt. Diese Papp-Figuren werden von den Kinder mit einem Stock zerstört, aus welchem dann der Inhalt an Leckereien und Spielsachen auf den Boden regnet. Erwachsene und Kinder stürzen sich auf den Inhalt.